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Verbraucherzentrale Hamburg klagt gegen Milka wegen kleinerer Schokoladentafeln

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat Klage beim Landgericht Bremen eingereicht, weil die Verpackung der Milka-Schokoladentafeln nicht deutlich genug auf die reduzierte Füllmenge hinweist. Die Firma Mondelez hatte die Menge der Tafeln von 100 Gramm auf 90 Gramm verringert, gleichzeitig aber den Preis teilweise erhöht. Dies führte zu viel Kritik, und die Verbraucherorganisation Foodwatch bezeichnete die neue Verpackung sogar als "dreisteste Werbelüge des Jahres".

Armin Valet von der Verbraucherzentrale forderte die Gesetzgeber auf, klare Regeln für solche Veränderungen festzulegen. Er sagte, dass Hersteller verpflichtet werden sollten, Produkte mit weniger Inhalt mindestens sechs Monate lang mit einem Warnhinweis zu versehen. Zudem sollte die Verpackungsgröße auch entsprechend kleiner werden.

Mondelez erklärte im Juli, dass die Preise für Kakaobohnen und andere Rohstoffe stark gestiegen seien, weshalb das Unternehmen die Anpassungen vornahm, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Unternehmen versprach auch, den neuen Inhalt deutlich auf der Verpackung anzugeben und die Verbraucher in den Online-Netzwerken zu informieren.

Die Verbraucherzentrale kritisierte jedoch, dass der Hinweis auf die kleinere Menge nur klein auf der Verpackung steht und leicht übersehen werden kann. Außerdem wurde bemerkt, dass die Verpackung und das Design gleich geblieben sind, sodass die Schokolade kaum sichtbar verändert wurde. Die Tafeln sind nur minimal dünner geworden, was die Verbraucher täuschen könne.

Armin Valet betonte, dass es wichtig sei, dass Verbraucher fair informiert werden. Er sagte, "Verbraucher sollen nicht getäuscht werden, wenn sich die Produktgröße ändert." Die Verbraucherzentrale fordert daher strengere Vorschriften, damit in Zukunft solche Änderungen transparent gemacht werden.

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